Inklusion

Inklusion – wie wir sie verstehen

Die Kultur der gesellschaftlichen TEILHABE ist mehr als die Kultur des schulischen BEHALTENs

Die deutsche Bundesregierung hat 2009 die UN -Behindertenrechtskonvention unterzeichnet. Daraus folgte für die Landesregierung von Nordrhein Westfalen die Verpflichtung, ein schulisches Inklusionsmodell zu entwickeln. Schulische Inklusion bedeutet, dass die Regelschule die Verantwortung für das schulisch erfolgreiche Lernen aller Schülerinnen und Schüler übernimmt, auch für die mit Behinderungen.

Die sonderpädagogische Förderung im Schwerpunkt „Sprache“ hat in den zurückliegenden drei Jahrzehnten verhindert, dass Kinder mit Sprachauffälligkeiten sprachbehindert werden.

Wie in den Artikeln 5 und 7 der o.g. UN – Konvention gefordert, führt die Wittekindschule mit ihren besonderen Maßnahmen auch aktuell die tatsächlich gleichberechtigte Teilhabe von Kindern herbei. Die zeitlich umschriebene Förderung außerhalb des Regelsystems ist im Sinne des Artikels 5 der UN – Konvention nicht als Diskriminierung anzusehen.

Der Unterricht der Wittekindschule eröffnet Kindern mit sprachlichen Handicaps die Möglichkeiten zur inklusiven Teilhabe, weil er

  • die Entwicklung eines Störungsbewusstsein verhindert
  • das sonst unvermeidliche Scheitern beim Lesen und Schreiben lernen im Anfangsunterricht ausschließt
  • das kommunikative Versagen vermeidet
  • mögliche Überforderung minimiert

und stattdessen durch Lernerfolge Persönlichkeit, Lernfreude sowie vorhandene Motivation stärkt.

 

Rückschulung in die inklusive Schule

Leitsatz aus dem Schulprogramm:

„Die Wittekindschule arbeitet mit ihren Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern täglich an der Rückschulung in die Grundschule vor Ort.“

Als Förderschule im Schwerpunkt „Sprache“ hat die Wittekindschule den Auftrag, ihren Schülerinnen und Schülern die baldige Beschulung in der Regelschule zu ermöglichen. Grundsätzlich ist ein Schulwechsel zu jedem neuen Schuljahr möglich. Bewährt hat sich die Rückschulung nach Klasse 2, da zu diesem Zeitpunkt sowohl in der Grundschule als auch in der Wittekindschule der Lese- und Schreiblehrgang abgeschlossen sind. Vor dem Wechsel wird mit der zuständigen Grundschule ein zweiwöchiges Schnupperpraktikum abgesprochen. Das Kind wird auf das Praktikum vorbereitet und in engem Kontakt mit Elternhaus und Praktikumsschule begleitet. Die Erfahrungen im Praktikum werden ausgewertet und für die Ableitung verbleibender Fördermaßnahmen genutzt, bevor die Umschulung zum neuen Schuljahr vorgenommen wird.

Bei einem 5-jährigen Verbleib in der Wittekindschule ist der Übergang in alle weiterführenden Schulformen (Gesamtschule, Realschule, Gymnasium) möglich. Die Vorbereitung der Umschulung in die Sekundarstufe erfolgt ebenfalls durch ein wie oben beschriebenes Schnupperpraktikum.