Faustlos

Mit der „Stopp-Hand“ wird trainiert, den anderen Kindern zu signalisieren, wenn ich etwas nicht möchte.

An der Wittekindschule arbeiten wir seit einigen Jahren mit dem Faustlos-Programm. Faustlos ist ein Programm, mit dem Kinder lernen, ohne Gewalt, also „faustlos“, Konflikte miteinander zu lösen.

Faustlos ist ein für Schulen und Kindergärten entwickeltes, hochstrukturiertes und wissenschaftlich evaluiertes Gewaltpräventionsprogramm. Faustlos gehört in über 10.000 deutschsprachigen Institutionen zum festen Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Die Faustlos-Curricula fördern gezielt sozial-emotionale Kompetenzen in den Bereichen Empathie, Impulskontrolle und Umgang mit Ärger und Wut. (Quelle: www.faustlos.de)

Gerade Kindern mit Sprachentwicklungsverzögerungen fällt es oft sehr schwer, ihre Streiteren mit Reden und ohne Gewalt zu lösen. Sie sind in Konfliktsituationen oft einfach sprachlos im wahrsten Sinne des Wortes und greifen dann zur Lösung ihrer Probleme schnell auf ihre Hände und Füße zurück. Zudem haben die Kinder oft Schwierigkeiten zu erkennen und nachzufühlen, wie sich die anderen beteiligten Kinder fühlen.
Genau diese Themen werden im Faustlos-Programm trainiert.

Mit der Gefühlsuhr kann jedes Kind den anderen mitteilen, wie es sich gerade fühlt.

Nach dieser Reihenfolge wird trainiert, einen Konflikt zu lösen.

Regelmäßig wird in allen Klassen in den Bereichen Empathie, Impulskontrolle und Umgang mit Ärger und Wut mit kindgerechten Situationbildern und Rollenspielen trainiert.
Im Bereich Empathie wird geübt, die Gefühle eines Mitmenschen anhand seiner Körpersprache und Gesichtsmimik zu erkennen, sich in den anderen einfühlen zu können und un dessen Sichtweise auf ein Problem zu verstehen, sowie Mitgefühl zu entwickeln.
Im Bereich Impulskontrolle wird trainiert, sich in einem Konflikt erst einmal zu beruhigen und dann erst mehrere Lösungen für ein Problem zu durchdenken, bevor man handelt. Dafür lernen die Kinder ein 5-Schritte-Schema und trainieren dieses regelmäßig in spielerischen Situationen.
Im Bereich Umgang mit Ärger und Wut lernen die Kinder, die eigene „Wut“ in einem Konflikt zu erkennen und zu verstehen, um besser mit ihr umgehen zu können. Dabei wird mit den Kindern eine Beruhigungstechnik eingeübt. Die Kinder lernen auch, dass es in Ordnung ist, ärgerlich zu sein, und es dann aber entscheidend ist, wie man handelt, wenn man ärgerlich ist.

Diese drei wesentlichen Bereiche werden immer wieder in für Kinder angemessenen Alltagssituationen und Rollenspielen erarbeitet und im Schulalltag geübt.